{"id":1010,"date":"2018-09-18T15:48:23","date_gmt":"2018-09-18T13:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1010"},"modified":"2018-09-18T15:57:03","modified_gmt":"2018-09-18T13:57:03","slug":"neue-ausgabe-3-2018-von-communicatio-socialis-zum-thema-krisenkommunikation-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/neue-ausgabe-3-2018-von-communicatio-socialis-zum-thema-krisenkommunikation-erschienen\/","title":{"rendered":"Neue Ausgabe 3\/2018 von Communicatio Socialis zum Thema \u201eKrisenkommunikation\u201c erschienen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ComSoc_18_3_Cover_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1006\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ComSoc_18_3_Cover_klein-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"352\" \/><\/a>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eKrisenkommunikation\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Feuerwehrleute wissen: Aus einem kleinen Brandherd kann schnell ein Fl\u00e4chenbrand werden. Diese Erkenntnis ist auch auf Krisen bzw. deren Pr\u00e4vention \u00fcbertragbar. Schon der Wirtschaftswissenschaftler und Kennedy-Berater Walt Whitman Rostow machte darauf aufmerksam: \u201eKrisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvor kommt.\u201c Mit Krisen sind weitreichende Gefahren verbunden, denn sie k\u00f6nnen den Fortbestand der gesamten Organisation substanziell und nachhaltig gef\u00e4hrden. Da sich Krisen nicht zuletzt \u00fcber die Sozialen Medien in Windeseile ausbreiten, ist es f\u00fcr Organisationen und Unternehmen hochrelevant \u00fcber einen Krisenkommunikationsplan zu verf\u00fcgen und an einer Krisenfr\u00fcherkennung zu arbeiten. Dabei werden Medien systematisch ausgewertet und so Risikothemen identifiziert. Auf dieser Grundlage kann eine geeignete Vermeidungsstrategie entwickelt und umgesetzt werden. Diese Vorbereitung f\u00fcr den Ernstfall ist essentiell, denn der Verlust von Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit geh\u00f6ren mit zur Krise. Um den Reputationsverlust m\u00f6glichst gering zu halten, ist es wichtig, im Ernstfall schnell und offen zu kommunizieren. Wie Krisen entstehen, was typische Krisenverl\u00e4ufe sind, wie sie bew\u00e4ltigt werden und welche Schl\u00fcsse Organisationen daraus ziehen, ist das zentrale Thema dieser Ausgabe von Communicatio Socialis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><\/p>\n<p>Den Rahmen f\u00fcr den Schwerpunkt Krisenkommunikation bildet das \u00fcber die Nomos eLibrary kostenfrei abrufbare Interview mit dem Krisenmanager Frank Roselieb, der darin Auskunft \u00fcber Krisentypen, kommunikative Stolpersteine, aber auch Krisenstrategien- und \u2013pr\u00e4ventionen gibt, sowie welche Rolle die klassischen und die Sozialen Medien dabei spielen. Dass Krisen in Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sport unterschiedlich wahrgenommen werden bzw. Institutionen unterschiedlich darauf vorbereitet sind, dokumentieren die weiteren Beitr\u00e4ge. Matthias Kopp berichtet \u00fcber die krisengesch\u00fcttelte katholische Kirche \u2013 von den Missbrauchs- und Finanzskandalen sowie den als Reaktion darauf entstandenen Leitlinien und Checklisten, die der Komplexit\u00e4t kirchlicher Kommunikation gerecht werden m\u00fcssen. Au\u00dferdem blickt er auf die pr\u00e4ventiven Kommunikationspl\u00e4ne, die f\u00fcr kirchliche Gro\u00dfereignisse erarbeitet wurden.<\/p>\n<p>Mit schockierenden F\u00e4llen von Kindesmissbrauch und -t\u00f6tung sowie den h\u00e4ufig darauffolgenden Vorw\u00fcrfen gegen\u00fcber den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden befasst sich Andreas Schwarz. Aus seiner Studie \u00fcber die Krisenkommunikation von Jugend\u00e4mtern leitet er auch Implikationen f\u00fcr deren Kommunikationspraxis ab.<\/p>\n<p>\u201eDieselgate\u201c bedeutet f\u00fcr die Automobilunternehmen milliardenhohe Verluste und Strafzahlungen sowie eine immense Glaubw\u00fcrdigkeitskrise. Benjamin Brodbeck besch\u00e4ftigt sich in seiner Studie mit dem Beziehungsgeflecht von PR und Journalismus vor dem Hintergrund des Abgasskandals. Dazu befragte er Journalist_innen und Automobilexperten \u00fcber deren Erfahrungen mit PR-Vertreter_innen von Volkswagen.<\/p>\n<p>Operationsfehler und Klinikkeime verursachen \u00c4ngste bei Patienten, verunsichern \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte und werden in der \u00d6ffentlichkeit kontrovers diskutiert. Raimund Hellwig setzt sich mit den ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen der Klinik-Kommunikation auseinander und zeigt: Kliniken m\u00fcssen sich mittlerweile st\u00e4rker mit ihrer Au\u00dfendarstellung besch\u00e4ftigen, wozu in zahlreichen Krankenh\u00e4usern ein Social Media Kodex geh\u00f6rt sowie ein kompetentes Reputations- und Risikomanagement.<\/p>\n<p>Hohe Erwartungen stellen die Menschen auch an die Horte des Wissens: die Universit\u00e4ten. Doch auch diese sind vor Krisen nicht gefeit, wie das Beispiel der Universit\u00e4t Konstanz zeigt. Wenige Tage nach der Auszeichnung als Bibliothek des Jahres musste die Universit\u00e4tsbibliothek Konstanz f\u00fcr Jahre wegen Asbestalarm gesperrt werden. Wie es gelang, ohne Reputationsverlust durch die Krise zu navigieren, schildert Julia Wandt, die Pressesprecherin der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Sobald Fehler passieren, wird nach Schuldigen gesucht und auf ihre Entlassung zum Wohl der Institution gesetzt. Das gilt auch im Sport. Kaum stand das Aus f\u00fcr die deutsche Fu\u00dfball-Nationalmannschaft bei der WM 2018 fest, wurde diskutiert, ob Bundestrainer Joachim L\u00f6w nun seinen Hut nehmen m\u00fcsse. Dass das kein Einzelfall ist, dokumentiert Jonas Sch\u00fctzeneder in seiner Inhaltsanalyse \u00fcber die mediale Darstellung von Profitrainern in deutschen Spitzensportarten und vergleicht sie mit den Erkenntnissen zur Krisenkommunikation der Trainer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ab sofort sind die einzelnen Artikel <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/0010-3497-2018-3\/comsoc-communicatio-socialis-jahrgang-51-2018-heft-3\">online<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eKrisenkommunikation\u201c Feuerwehrleute wissen: Aus einem kleinen Brandherd kann schnell ein Fl\u00e4chenbrand werden. Diese Erkenntnis ist auch auf Krisen bzw. deren Pr\u00e4vention \u00fcbertragbar. 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