{"id":1065,"date":"2019-02-11T17:22:25","date_gmt":"2019-02-11T15:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1065"},"modified":"2019-06-12T11:01:46","modified_gmt":"2019-06-12T09:01:46","slug":"neue-ausgabe-1-2019-von-communicatio-socialis-zum-thema-medienselbstkritik-erschienen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/neue-ausgabe-1-2019-von-communicatio-socialis-zum-thema-medienselbstkritik-erschienen-2\/","title":{"rendered":"\u201eMedien(selbst)kritik\u201c &#8211; Thema von Ausgabe 1\/2019"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1066\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild.jpg 1850w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-768x1153.jpg 768w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-600x901.jpg 600w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-750x1126.jpg 750w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-430x645.jpg 430w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-150x225.jpg 150w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ComSoc_Heft_19_1_Titelbild-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eMedien(selbst)kritik\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Als Ende 2018 der \u201eSpiegel\u201c die F\u00e4lschungen seines Reporters Claas Relotius enth\u00fcllte, war das Unwort des Jahres 2014 wieder omnipr\u00e4sent: \u201eL\u00fcgenpresse\u201c. Die Branche zeigte sich entsetzt. Pl\u00f6tzlich war die Glaubw\u00fcrdigkeits- und Vertrauenskrise mit voller Wucht zur\u00fcck. Dabei ist Kritik an Journalismus und Medien nicht neu. Allerdings hat sich die Art der Medienkritik in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert: Die Verbreitungswege sind insbesondere durch digitale Kommentarspalten leichter zug\u00e4nglich, schneller und anonymer geworden. Die Bereitschaft, die Verfehlungen des Einzelnen als Best\u00e4tigung f\u00fcr die Unglaubw\u00fcrdigkeit des gesamten Systems zu sehen, scheint gestiegen. Auch die M\u00f6glichkeiten der Kritiker, Konsequenzen zu ziehen, haben sich ver\u00e4ndert: Abseits der sogenannten \u201eMainstream-Medien\u201c finden sie \u2013 insbesondere im Netz \u2013 gen\u00fcgend andere Quellen und Plattformen, die sie in ihrer Haltung best\u00e4rken.<\/p>\n<p>In einer von Medien gepr\u00e4gten Welt ist ein kritisches Nachdenken \u00fcber eben diese Medien notwendig und w\u00fcnschenswert. Ebenso essenziell jedoch ist die Art und Weise dieser Medienkritik, denn Medien formen die f\u00fcr eine demokratische Gesellschaft wichtige gemeinsame Diskussions- und Faktenbasis \u2013 zumindest solange ihnen grunds\u00e4tzlich vertraut wird. Medienkritik ist daher nicht erst seit der Causa Relotius hochrelevant und f\u00fcr die <em>Communicatio Socialis<\/em> Schwerpunktthema in diesem Heft.<\/p>\n<p><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><\/p>\n<p>Dass Medienkritik nicht gleich Medienkritik ist, betont Irene Neverla zum Auftakt des Schwerpunkts. Sie unterscheidet drei Typen \u2013 praxologische Medienkritik in Form von Medienjournalismus, wissenschaftliche Medienkritik und nicht-professionelle Medienkritik. Letztere begegnet uns heute meist in den Formen des rechtsradikalen Populismus. Irene Neverla diskutiert die Hinter- und Abgr\u00fcnde der populistischen Medienkritik sowie ihr Erkenntnispotential f\u00fcr professionelle journalistische und die wissenschaftliche Medienkritik.<\/p>\n<p>Auch die Autor_innen der \u201eMainzer Langzeitstudie Medienvertrauen\u201c betonen, wie unterschiedlich Medienkritik gestaltet sein kann und welche Folgen dies f\u00fcr die Gesellschaft hat. In ihrem Beitrag f\u00fcr <em>Communicatio Socialis<\/em> unterscheiden die Forscher_innen Medienskepsis und Medienzynismus als funktionale und dysfunktionale Formen der Medienkritik. Sie analysieren, inwiefern der Glaube an Verschw\u00f6rungstheorien mit Medienskepsis und Medienzynismus zusammenh\u00e4ngt, und wie sich diese Haltungen auf das Medienvertrauen auswirken.<\/p>\n<p>Insbesondere mediales Fehlverhalten bei und nach Gewaltakten und Katastrophen ruft Medienkritik hervor. Ein journalistischer Super-GAU, der bis heute unvergessen ist, ist das Geiseldrama von Gladbeck. Horst P\u00f6ttker hat sich damals als verantwortlicher Redakteur der medienkritischen Zeitschrift \u201emedium\u201c intensiv damit auseinandergesetzt. In seinem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/0010-3497-2019-1-36\/gladbeck-revisited-selbst-kritik-am-journalismus-eine-kritische-analyse-jahrgang-52-2019-heft-1?page=1\">\u201eGladbeck revisited. (Selbst-)Kritik am Journalismus \u2013 eine kritische Analyse\u201c<\/a>, der online kostenfrei&nbsp;abrufbar ist, blickt er zur\u00fcck auf die damalige (Selbst)Kritik, die daraus erwachsenen medienethischen Fragen und das, was 30 Jahre nach dieser journalistischen Fehlleistung bleibt.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt schlie\u00dft mit Praktiker_innen, die sich Tag f\u00fcr Tag professionell mit Medienkritik befassen. Communicatio Socialis hat f\u00fcnf Medienjournalist_innen aus den Bereichen Print, TV und Internet gebeten, Einblicke in ihre Arbeit zu geben: Welche Themen sind ihnen wichtig? Wie arbeiten ihre Redaktionen? Und wo sehen sie die Relevanz ihres Genres?<\/p>\n<p>Ab sofort sind die einzelnen Artikel <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/0010-3497-2019-1\/comsoc-communicatio-socialis-jahrgang-52-2019-heft-1\">online<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eMedien(selbst)kritik\u201c Als Ende 2018 der \u201eSpiegel\u201c die F\u00e4lschungen seines Reporters Claas Relotius enth\u00fcllte, war das Unwort des Jahres 2014 wieder omnipr\u00e4sent: \u201eL\u00fcgenpresse\u201c. Die Branche zeigte sich entsetzt. Pl\u00f6tzlich war die Glaubw\u00fcrdigkeits- und Vertrauenskrise mit voller Wucht zur\u00fcck. 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