{"id":1515,"date":"2022-03-17T13:36:37","date_gmt":"2022-03-17T12:36:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1515"},"modified":"2022-03-17T13:36:37","modified_gmt":"2022-03-17T12:36:37","slug":"grenzgaenger-des-journalismus-ausgabe-1-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/grenzgaenger-des-journalismus-ausgabe-1-2022\/","title":{"rendered":"\u201eGrenzg\u00e4nger des Journalismus\u201c: Ausgabe 1\/2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1514 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-768x1154.jpg 768w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-1022x1536.jpg 1022w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-1363x2048.jpg 1363w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-286x430.jpg 286w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-1320x1983.jpg 1320w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Cover_ComSoc_1_22-scaled.jpg 1704w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><strong>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eGrenzg\u00e4nger des Journalismus\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Bilder haben Sie im Kopf, wenn Sie an den Beruf \u201eJournalist:in&#8220; denken? Vielleicht die rasende Reporterin mit Fotoapparat, Block und Stift? Oder den Fernsehjournalisten, der in der \u201eTagesschau\u201c zugeschalten wird? Tats\u00e4chlich war der Beruf schon immer facettenreicher als diese Stereotype \u2013 aber wahrscheinlich war es nie so diskutabel wie heute, was Journalismus ist und was nicht. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Communicatio Socialis begibt sich daher auf eine Spurensuche: Auf eine Spurensuche zu den Grenzg\u00e4ngern des Journalismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn: Journalistische Inhalte zeigen sich heutzutage in den unterschiedlichsten Facetten und werden auch von Menschen ohne journalistischen Background gestaltet. Da sind Influencer:innen wie Louisa Dellert, die Spitzenpolitiker:innen interviewt und ihre Follower:innen \u00fcber umweltpolitische Fragen informiert. Da sind Wissenschaftler:innen wie Christian Drosten und Sandra Ciesek, die in den letzten beiden Jahren mit ihrem Podcast \u201eCoronavirus-Update\u201c eine der reichweitenst\u00e4rksten Stimmen im Journalismus waren. Da sind Unterhaltungsprofis wie Joko und Klaas, die sich mit Albernheiten 15 Minuten Sendezeit bei \u201eProSieben\u201c erspielen \u2013 und diese f\u00fcllen mit Beitr\u00e4gen \u00fcber sexualisierte Gewalt oder die Herausforderungen der Pflege. All das sind vielleicht keine Journalist:innen, wohl aber Grenzg\u00e4nger des Journalismus.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Einstieg betrachtet Christian Schwarzenegger die historischen Grenzverschiebungen im Journalismus. Er identifiziert vier Aspekte in den wiederkehrenden Debatten um die Eingrenzung des Journalistischen: die Grenzen des Machbaren, die Grenzen der Zugeh\u00f6rigkeit, die Grenzen der Zust\u00e4ndigkeit und die Grenzen des Zul\u00e4ssigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im zweiten Beitrag widmen sich Lina St\u00fcrmer et al. einer der klassischen Grenzdebatten, n\u00e4mlich der zwischen Journalismus, PR und Werbung. Durch die Zunahme hybrider Kommunikationsformen \u2013 auf journalistischer Seite namentlich Sponsored Content und Native Advertising, auf Seiten der Unternehmens-PR Corporate Publishing \u2013 erf\u00e4hrt diese Debatte neue Brisanz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ein bewusstes \u00dcber-die-Grenzen-Blicken wirbt Britta M. Gossel in ihrem Aufsatz zum Forschungsfeld Entrepreneurial Journalism. Sie zeigt auf, dass der junge Begriff in der Journalismusforschung kaum systematisch erschlossen ist und die Kommunikationswissenschaften begrenzte Perspektiven hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interdisziplin\u00e4re Grenz\u00fcbertritte in der Forschung empfehlen auch Christian-Mathias Wellbrock und Christopher Buschow hinsichtlich der Plattformisierung des Digitaljournalismus. Plattform-, medien- und informations\u00f6konomische Theorieans\u00e4tze unterst\u00fctzen aus Sicht der Autoren ein differenziertes Verst\u00e4ndnis. Das wiederum mache den Blick frei auf die gro\u00dfen Potentiale, die in journalistischen Plattformen stecken \u2013 sofern diese nach journalistischen und demokratischen Ma\u00dfst\u00e4ben gestaltet und nicht nur von Branchenexternen betrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stefanie Molthagen-Schn\u00f6ring widmet sich in ihrem Beitrag journalistischen Grenzg\u00e4ngern wie Christian Drosten und Melanie Brinkmann: In der Corona-Pandemie waren Wissenschaftler:innen medial pr\u00e4sent wie nie zuvor und \u00fcbernahmen zentrale Funktionen des Journalismus wie Information und Aufkl\u00e4rung. Dieser Beitrag ist \u00fcber die Nomos-eLibrary (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2022-1-57\">doi.org\/10.5771\/0010-3497-2022-1-57<\/a>) kostenfrei zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass aus der Wahrnehmung einer Grenze unterschiedliche Konsequenzen gezogen werden k\u00f6nnen, zeigt ein Blick auf die Ausbildung von Kommunikator:innen an Hochschulen. Seit Jahren stehen sich zwei \u201eSchulen\u201c gegen\u00fcber: Einerseits die Verfechter einer klaren Trennung von Journalismus und PR in Studieng\u00e4ngen, andererseits die Unterst\u00fctzer eines integrativen Ansatzes. Hier kommen beide Seiten mit ihren Beweggr\u00fcnden zu Wort: einerseits Claudia Nothelle von der Hochschule Magdeburg-Stendal, andererseits ein Team um Ralf Hohlfeld von der Universit\u00e4t Passau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuletzt stehen in unserem Schwerpunkt Darstellungsformen und Erz\u00e4hlweisen im Fokus, die die Grenzen klassisch journalistischen Erz\u00e4hlens bewusst und sehr erfolgreich \u00fcberschreiten. Beide konzentrieren sich auf eine junge Zielgruppe und nutzen daher die Plattform Instagram. Das ehrenamtlich betreute Projekt \u201eyoumocracy\u201c widmet sich politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Der Kanal \u201eichbinsophiescholl\u201c, ein Projekt des SWR und BR, zeigt die letzten Monate von Sophie Scholl aus der Selfie-Perspektive und gibt Einblicke in die NS-Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab sofort sind die einzelnen Artikel <strong><a href=\"http:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2022-1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">online<\/a><\/strong> verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-39697d9b wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-sitebg-color has-accent-1-background-color has-text-color has-background\" href=\"doi.org\/10.5771\/0010-3497-2022-1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur eLibrary<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eGrenzg\u00e4nger des Journalismus\u201c Welche Bilder haben Sie im Kopf, wenn Sie an den Beruf \u201eJournalist:in&#8220; denken? Vielleicht die rasende Reporterin mit Fotoapparat, Block und Stift? Oder den Fernsehjournalisten, der in der \u201eTagesschau\u201c zugeschalten wird? Tats\u00e4chlich war der Beruf schon immer facettenreicher als diese Stereotype \u2013 aber &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":1512,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[67,73,79,78,72,76,77,74,75],"class_list":["post-1515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-diversitaet","tag-gesellschaft","tag-inklusion","tag-integration","tag-kultur","tag-miteinander","tag-pluralismus","tag-religion","tag-toleranz"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Header_Grenzga\u0308nger.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3VPHF-or","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1515"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1518,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1515\/revisions\/1518"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}