{"id":1611,"date":"2023-09-19T18:04:04","date_gmt":"2023-09-19T16:04:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1611"},"modified":"2023-09-19T18:06:34","modified_gmt":"2023-09-19T16:06:34","slug":"krimi-true-crime-kriminalitaet-ausgabe-3-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/krimi-true-crime-kriminalitaet-ausgabe-3-2023\/","title":{"rendered":"\u201eKrimi, True Crime &#038; Kriminalit\u00e4t\u201c: Ausgabe 3\/2023"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"680\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-680x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1610 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-680x1024.jpg 680w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-768x1157.jpg 768w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-1020x1536.jpg 1020w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-1360x2048.jpg 1360w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-285x430.jpg 285w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-1320x1988.jpg 1320w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ComSoc_3_23_Titelbild_final-scaled.jpg 1699w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><strong>Zum aktuellen Heft: <\/strong><br><strong>\u201e<\/strong>Krimi, True Crime &amp; Kriminalit\u00e4t<strong>\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Ehepaar kuschelt sich auf die Couch \u2013 der \u201eTatort\u201c auf dem Bildschirm davor. Eine junge Mutter schiebt den Kinderwagen, \u201eMordlust\u201c \u00fcber die Earpods im Kopf. Ein Mann, ein Liegestuhl, Sommer, Sonne und in der Hand \u201eGoldenes Gift\u201c, in Buchform. All diesen Szenarien gemein: das (mediale) Verbrechen und die Lust daran. Kriminalit\u00e4t fesselt Menschen in Filmen, Serien, Podcasts und B\u00fcchern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber ist es aus ethischer Sicht \u00fcberhaupt in Ordnung, sich von Verbrechen und Gewalt unterhalten zu lassen? Wie ist die Lust an Kriminalit\u00e4t in den Medien zu bewerten? Fragen wie diese stehen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift <em>Communicatio Socialis<\/em> im Fokus. Neben der medialen Repr\u00e4sentation fiktionaler und non-fiktionaler Verbrechen sowie des Umgangs des Publikums hiermit werden im Heft auch die Strukturen und Folgen der Kriminalit\u00e4tsberichterstattung eingehend diskutiert.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schwerpunkt startet im fiktionalen Bereich: Dennis Gr\u00e4f widmet sich einem Liebling der deutschen Rezipient:innen: dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehkrimi. Die dargestellten Welten verortet er zwischen Romantik und Realismus und analysiert an einer Vielzahl von Beispielen die Installation unterschiedlicher Werte- und Moralvorstellungen sowie \u00e4sthetischer und narrativer Strategien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen Fiktion und Realit\u00e4t verortet sich das gerade bei jungen Frauen beliebte Format \u201eTrue-Crime\u201c. Ingrid Stapf argumentiert in ihrem \u00fcber die <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2023-3-308\">Nomos eLibrary<\/a> kostenfrei abrufbaren Aufsatz, dass es sich dabei nicht um \u201ewahre Verbrechen\u201c, sondern vielmehr um \u201efiktionalisierte Wahrheit\u201c handle. Sie befasst sich mit den Potenzialen und Risiken einer solchen Darstellung von Tod und Sterben und legt einen besonderen Fokus auf Kinder und Jugendliche als vulnerable Zielgruppe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie reale Gewaltkriminalit\u00e4t in Zeitungen, Fernsehnachrichten und Boulevardmagazinen dargestellt wird, analysiert Thomas Hestermann. Der Vergleich mit der Kriminalstatistik zeigt, dass die Medien ein verzerrtes Bild zeichnen. Insbesondere die Nennung der Herkunft von Tatverd\u00e4chtigen f\u00fchrt Hestermann dabei auf den \u00f6ffentlichen Druck durch Rechtspopulisten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Verantwortung der Journalist:innen zielt auch Christine E. Meltzer in ihrem Beitrag \u00fcber die Berichterstattung \u00fcber Gewalt gegen Frauen ab. Sie pr\u00e4sentiert bestehende Leitlinien und erg\u00e4nzt diese mit praxisnahen Empfehlungen. Eine besondere Rolle spielen dabei aus ihrer Sicht eine sensible Sprache und die Einordnung von Gewalt als strukturelles Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Berichten \u00fcber Gerichtsprozesse hat eine jahrhundertealte Tradition. Dabei geht die Beziehung zwischen Medien und Gerichten \u00fcber die rein informative Gerichtsberichterstattung hinaus. Der Versuch, das Prozessergebnis bzw. den Prozessverlauf zu beeinflussen, wird als Litigation-PR bezeichnet. Rechtsanwalt Ernst Fricke skizziert die Dimensionen dieser strategischen Rechtskommunikation in seinem Beitrag und ordnet diese kritisch ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Spannungsverh\u00e4ltnis von Furcht und Faszination sowie die mediale Verantwortung im Kontext von Kriminalit\u00e4t beleuchtet das Interview mit Melanie Verhovnik-Heinze. Thema ist zudem, wie Eltern und P\u00e4dagog:innen Kinder und Jugendliche im sinnvollen Umgang mit medial dargestellter Gewalt und Kriminalit\u00e4t unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Abschluss des Schwerpunkts bilden die Innenansichten. Zu Wort kommen drei Personen, die sich beruflich mit der medialen Darstellung von Kriminalit\u00e4t befassen: Zun\u00e4chst teilt Richard Auer, Autor diverser Regionalkrimis, seine Gedanken dazu, was Menschen an eben dieser Spezialart von Krimi so fasziniert. \u201eTatort\u201c-Produzentin Verena Veihl gibt Einblick in Ihre \u00dcberlegungen bei der Konzeption und Betreuung des Berliner \u201eTatort\u201c. Das Berufsbild des Gerichtsreporters pr\u00e4sentiert schlie\u00dflich einer der bekanntesten seiner Art, n\u00e4mlich der ehemalige Gerichtsberichterstatter der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c, Hans Holzhaider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im aktuellen Heft finden Sie zudem zwei Aufs\u00e4tze: Mykola Vytivskyi untersucht, in welcher Form wertende Sprache in der Propaganda Russlands im Kontext des Angriffskriegs gegen die Ukraine vorkommt. Hierzu wertet er Reden des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin sowie unterschiedliche Medienbeitr\u00e4ge aus.<br>Nicht zuletzt aufgrund des Kriegs in der Ukraine w\u00e4chst das Interesse an der Berichterstattung \u00fcber die Bundeswehr. Was es bei der Gestaltung entsprechender Medienbeitr\u00e4ge aus ethischer und praktischer Sicht zu beachten gilt, das er\u00f6rtert der Berliner Reporter Christian Schweppe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Schwerpunkt \u201eKommunikation in Religion und Gesellschaft\u201c diskutiert Christiane Florin die Aufarbeitung und Medienarbeit der deutschen Bisch\u00f6fe in Kontext des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Kritisch beleuchtet sie den Umgang der Bisch\u00f6fe mit der Wahrheit und reflektiert dabei auch aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen die ethischen und presserechtlichen Bedingungen entsprechender Berichterstattung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrem englischsprachigen Beitrag zeigt Anna Puzio abschlie\u00dfend auf, wie Technologien des Transhumanismus aus ethischer und religi\u00f6ser Perspektive eingeordnet werden k\u00f6nnen. Neben unterschiedlichen technologischen Entwicklungsans\u00e4tzen blickt sie dabei auch auf die Folgen der \u201eDeath Tech\u201c etwa im Hinblick auf Trauerbew\u00e4ltigung und Erinnerungskultur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DOI <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2023-3\">doi.org\/10.5771\/0010-3497-2023-3<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-39697d9b wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-sitebg-color has-accent-1-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2023-3\">Zur eLibrary<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: \u201eKrimi, True Crime &amp; Kriminalit\u00e4t\u201c Ein Ehepaar kuschelt sich auf die Couch \u2013 der \u201eTatort\u201c auf dem Bildschirm davor. 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