{"id":1673,"date":"2024-03-11T21:17:43","date_gmt":"2024-03-11T20:17:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1673"},"modified":"2024-03-11T21:17:43","modified_gmt":"2024-03-11T20:17:43","slug":"medien-in-afrika-afrika-in-den-medien-ausgabe-1-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/medien-in-afrika-afrika-in-den-medien-ausgabe-1-2024\/","title":{"rendered":"\u201eMedien in Afrika | Afrika in den Medien\u201c: Ausgabe 1\/2024"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"679\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-679x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1674 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-679x1024.jpg 679w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-768x1157.jpg 768w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-1019x1536.jpg 1019w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-1359x2048.jpg 1359w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-285x430.jpg 285w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-1320x1989.jpg 1320w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/ComSoc_24_1_Cover-scaled.jpg 1699w\" sizes=\"auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><strong>Zum aktuellen Heft: <\/strong><br><strong>\u201e<\/strong>Medien in Afrika | Afrika in den Medien<strong>\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armut und Krise, faszinierende Landschaften und exotische Tiere: Das sind typische Bilder, die wir mit Afrika verbinden und die die Berichterstattung dominieren \u2013 wenn denn \u00fcberhaupt \u00fcber Afrika berichtet wird. Immer noch gilt: Medien berichten tendenziell zu wenig und daf\u00fcr zu negativ. Damit werden Stereotype verst\u00e4rkt und gleichzeitig der Blick auf politische und soziale Entwicklungen sowie die kulturelle Vielfalt des Kontinents vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesem Umstand widmet sich die aktuelle Ausgabe der medienethischen Zeitschrift <em>Communicatio Socialis<\/em>. Gleich vorweg gilt es dabei einzuschr\u00e4nken: Auch hier k\u00f6nnen nur Schwerpunkte gesetzt werden. Das Heft m\u00f6chte somit die Komplexit\u00e4t der afrikanischen Medien-Realit\u00e4ten in Teilaspekten aufzeigen und zu einem weiterf\u00fchrenden kritischen Diskurs anregen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Auftakt macht Lutz M\u00fckke, der mit seinen Forschungsergebnissen zu Subsahara-Afrika \u2013 unterlegt durch inhaltsanalytische Daten zur Berichterstattung \u00fcber deutsche Milit\u00e4reins\u00e4tze in der Sahel-Zone \u2013 weiterhin die bekannte Schieflage in der Berichterstattung ausmacht. Es fehlt an unabh\u00e4ngiger Recherche vor Ort und hintergr\u00fcndiger Berichterstattung, Quellenvielfalt, Perspektivwechseln, grenz\u00fcbergreifenden Kooperationen mit Journalist:innen aus Afrika und an einem dichteren Korrespondentennetz. Trotz der negativen Bilanz sieht M\u00fckke auch Positives: Die Bedingungen, es besser zu machen, seien heute so gut wie nie zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sich die afrikanische Kommunikationswissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und wie F\u00f6rderung und Kooperation gelingen k\u00f6nnen, beleuchtet ein Interview von Jonas Sch\u00fctzeneder mit Susanne Fengler, Expertin f\u00fcr Journalismus im internationalen Vergleich. Sie sieht die afrikanische Kommunikationswissenschaft als lebendig und vielf\u00e4ltig, h\u00e4ufig jedoch mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. \u201eMedienentwicklungszusammenarbeit\u201c betrachtet sie kritisch, wenn dabei die Themen der F\u00f6rderer dominieren und dann wenig Akzeptanz vor Ort finden. Darum macht sie sich f\u00fcr die F\u00f6rderung kommunikationswissenschaftlicher Grundlagenforschung stark.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die ersten Ergebnisse eines von der Thyssen-Stiftung gef\u00f6rderten Projekts zum Kinoerz\u00e4hlen in Ostafrika, einer dort \u00fcberaus popul\u00e4ren kulturellen Praxis, berichtet Matthias Krings in seinem kostenfrei abrufbaren Beitrag (DOI 10.5771\/0010-3497-2024-1-28). Hierin stellt er die Entwicklungslinien der intermedialen Erz\u00e4hlgattung vor: den Wandel von der Live-Performanz des Erz\u00e4hlers mit seinem Publikum, der die Filmbotschaften durch eingesprochene Erl\u00e4uterungen unterst\u00fctzt, hin zu einer mediatisierten, technisch aufgezeichneten Form, in der der Erz\u00e4hler auf den Socialmedia-Plattformen zum Star vor der Kamera wird. Krings schildert ebenso den funktionalen Wandel des Kinoerz\u00e4hlens von der Informations\u00fcbertragung zur Unterhaltung sowie den Wandel von der Kommentierung fremder zur Kommentierung eigener Lebenswelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Erz\u00e4hlen im Film \u2013 aber aus einer anderen Perspektive \u2013 thematisiert auch Thomas Bohrmann. Er besch\u00e4ftigt sich mit Afrikabildern in Spielfilmen aus den vergangenen Jahrzehnten aus der Blickrichtung westlicher Filmschaffender mit einem eurozentristischen Blick auf den Sehnsuchts- und Fluchtort Afrika sowie der Innensicht afrikanischer Filmschaffender, die auf die sozialen und politischen Probleme Afrikas fokussieren. Der Aufsatz belegt, dass \u00fcber filmische Narrationen eine Sensibilisierung f\u00fcr fremde Kulturen und damit interkulturelle Begegnung gelingen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Schluss unseres Schwerpunktes bilden zwei Innenansichten. Die in S\u00fcdafrika arbeitende Auslandskorrespondentin Leonie March, berichtet \u00fcber das Riff-Reporter-Projekt \u201eLessons from Africa\u201c. Das Format zeigt auf, wie Afrikaner:innen Herausforderungen in ihren L\u00e4ndern angehen, was sie in Ihren Projekten anders oder besser machen als externe Akteur:innen und schafft damit einen Perspektivwechsel. In der zweiten Innenansicht berichtet St\u00e8ve Hiobi \u00fcber seinen Social Media-Account @DeinBruderSt\u00e8ve. Auf Instagram und TikTok sowie mittlerweile in Kooperation mit dem SWR vermittelt er in kurzen, auch humorvollen Sequenzen ein Bild von Afrika jenseits der stereotypischen Darstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im aktuellen Heft beleuchten zwei Aufs\u00e4tze aktuelle medienethische Fragestellungen. Andr\u00e9 Haller und Christoph Freidhofer untersuchen in ihrem peer-reviewten Aufsatz wie Parteien im Rahmen des Bundestagswahlkampfs 2021 Targeting auf Facebook einsetzten, um W\u00e4hler:innen zielgerichtet anzusprechen. Neben dem Fokus auf Zielgruppen und inhaltliche Schwerpunkte werden in dem Beitrag auch die ethischen Implikationen des Microtargetings diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im zweiten Aufsatz im Heft diskutiert Olaf Hoffjann die Konzeption der politischen Kommunikationsverschmutzung als unbeabsichtigte Nebenwirkungen unlauterer Praktiken wie Desinformation und Populismus auf die politische Kommunikationskultur. Er verdeutlicht wie eine zunehmend gehetzte, unverbindlichere und feindseligere politische Kommunikationskultur eine m\u00f6gliche Folge dieser Entwicklungen sein k\u00f6nnte und er\u00f6ffnet Perspektiven, wie sich diese zuk\u00fcnftig entwickeln k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrem Beitrag f\u00fcr die Rubrik \u201eKommunikation in Religion und Gesellschaft\u201c beleuchtet Sina Hartert ein Thema, das in der medialen Berichterstattung h\u00e4ufig zu kurz kommt: Obwohl Christenverfolgung im 21. Jahrhundert zu einem globalen Ph\u00e4nomen geworden ist, wird es in den Medien kaum thematisiert. Im Rahmen von sieben Leitfadeninterviews mit Journalist:innen aus unterschiedlichen Zeitungsh\u00e4usern untersucht sie, wie in deutschsprachigen Redaktionen mit dem Thema umgegangen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verf\u00fcgbar.<br>DOI <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2024-1\">10.5771\/0010-3497-2024-1-1<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer aktuellen Ausgabe k\u00f6nnen Sie den Beitrag \u201eKinoerz\u00e4hlen und digitaler Wandel in Ostafrika. Transformationen einer intermedialen Erz\u00e4hlgattung\u201c von Matthias Krings kostenfrei abrufen (<a href=\"DOI: doi.org\/10.5771\/0010-3497-2024-1-28\">DOI: 10.5771\/0010-3497-2023-4-460<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-39697d9b wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-sitebg-color has-accent-1-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/0010-3497-2024-1\/communicatio-socialis-comsoc-jahrgang-57-2024-heft-1\">Zur eLibrary<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: \u201eMedien in Afrika | Afrika in den Medien\u201c Armut und Krise, faszinierende Landschaften und exotische Tiere: Das sind typische Bilder, die wir mit Afrika verbinden und die die Berichterstattung dominieren \u2013 wenn denn \u00fcberhaupt \u00fcber Afrika berichtet wird. Immer noch gilt: Medien berichten tendenziell zu wenig und &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":1676,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[105,106,25,18,108,107,102,103,109,104],"class_list":["post-1673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-ar","tag-augmented-reality","tag-ethik","tag-medienethik","tag-realitaet","tag-virtual-reality","tag-virtualitaet","tag-vr","tag-wahrheit","tag-xr"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Header_Vorlage-Kopie.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3VPHF-qZ","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1673"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1675,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1673\/revisions\/1675"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1676"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}