{"id":1825,"date":"2026-03-19T17:03:30","date_gmt":"2026-03-19T16:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=1825"},"modified":"2026-03-19T17:07:59","modified_gmt":"2026-03-19T16:07:59","slug":"sicherheit-information-ausgabe-1-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/sicherheit-information-ausgabe-1-2026\/","title":{"rendered":"\u201eSicherheit &amp; Information\u201c Ausgabe 1\/2026"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"701\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-701x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1826 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-701x1024.jpg 701w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-768x1122.jpg 768w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-1051x1536.jpg 1051w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-1401x2048.jpg 1401w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-294x430.jpg 294w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-1320x1929.jpg 1320w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ComSoc_1_2026_Cover-scaled.jpg 1752w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><strong>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eSicherheit &amp; Information\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet Sicherheit? Geht es um Frieden? Um finanzielle Absicherung? Um Datensicherheit? Es gibt viele Dimensionen von Sicherheit und das Thema ist so aktuell wie nie, wie aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten zeigen: Die Reform des Wehrdiensts in Deutschland soll uns au\u00dfen- und sicherheitspolitische Sicherheit verschaffen. Das m\u00f6gliche Social-Media-Verbot f\u00fcr j\u00fcngere Menschen wird als erh\u00f6hte Sicherheit im digitalen Umfeld diskutiert. Und aktuelle Beispiele zeigen, dass Journalist:innen nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch auf Basis der Informations- und Kommunikationssicherheit im Visier verschiedener Akteure stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue Ausgabe von <em>Communicatio Socialis<\/em> blickt genauer auf diese aktuellen Beispiele und holt verschiedene fachliche Perspektiven zum Thema \u201eSicherheit &amp; Information\u201c ein. Auf den offenen Call for Papers im Sommer antworteten sehr viele Kolleg:innen aus Wissenschaft und Praxis mit Ideen, Fragen und Anregungen. Das zeigt deutlich: Diese Themen besch\u00e4ftigen uns nicht nur fachlich, sondern auch emotional.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Beitr\u00e4ge im Heft<\/strong><br>Der Auftakt f\u00fcr unsere aktuelle Ausgabe kommt von <strong>Christina Holtz-Bacha<\/strong>, die genauer auf die Entwicklungen in den USA blickt. Dort galt das Mediensystem einst als das freieste in der Welt. Heute bewerten wir das (nicht nur aus deutscher Perspektive) anders. Von Jahr zu Jahr fallen die USA in den Rankings f\u00fcr Pressefreiheit weiter ab. Der Trend versch\u00e4rft sich mit der medienfeindlichen Politik der Regierung Trump, die USA haben ihren Modellcharakter f\u00fcr eine gute Pressefreiheit verloren. Wie steht es um uns in Europa? Auch hier ist die Pressefreiheit trotz solider Bewertungen in der bekannten Rangliste gef\u00e4hrdet. Was hei\u00dft das f\u00fcr unsere Sicherheit im Kontext guter und valider Information? Der Beitrag blickt auf das journalistische Arbeiten unter vielf\u00e4ltigem Druck und verfolgt die j\u00fcngere Entwicklung der Pressefreiheit in den USA und in den EU-Staaten, die sich der transatlantischen Einflussnahme auf ihre Medienpolitik nur schwer werden entziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Vorlage nehmen <strong>Volker Lilienthal, Viviane Sch\u00f6nb\u00e4chler<\/strong> und <strong>Jannis Frech<\/strong> im zweiten Beitrag auf. Das Trio untersucht medienethische Standards im Kontext von Cyberangriffen und ubiquit\u00e4rer \u00dcberwachung. Ausgangspunkt ist der Quellenschutz als unverhandelbare Basis des journalistischen Handwerks. In der Forschung ist dieser Aspekt aber mindestens unterrepr\u00e4sentiert. Der Beitrag geht diese L\u00fccke an und skizziert die verschiedenen Dimensionen des Quellenschutzes. Auf der Grundlage von Beobachtungen und Leitfaden-Interviews zeigt sich das spannende Zusammenspiel von Management, Recherche und IT-Sicherheit. Daraus entstehen auch (medien)ethische Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Melanie Verhovnik-Heinze<\/strong> und Liane <strong>Rothenberger<\/strong> beschreiben dazu zun\u00e4chst die spezifischen sicherheitssensiblen Kontexte der journalistischen T\u00e4tigkeit, insbesondere die Kommunikation mit schutzbed\u00fcrftigen Quellen. Auf Basis von verschiedenen Konstellationen aus dem journalistischen Alltag pr\u00e4zisieren die Autorinnen den Begriff der sicherheitssensiblen Quelle. Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr (mehr) Aufmerksamkeit zugunsten m\u00f6glicher Konsequenzen beruflichen Handelns in sicherheitssensiblen Kontexten. Dabei sind sowohl die physische, psychische wie auch digitale Sicherheit zu ber\u00fccksichtigen. Aber auch in der Gesellschaft selbst ist diese medienethische Dimension ein entscheidendes Handlungsfeld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hektor Haark\u00f6tter<\/strong> und <strong>Mariana Ochoa-Moreno<\/strong> schreiben \u00fcber medienethische Leerstellen in der Sicherheitskommunikation. Sie sehen darin das \u201ePh\u00e4nomen der digitalen Naivit\u00e4t als strukturell bedingte Fehleinsch\u00e4tzung eigener digitaler Kompetenzen\u201c und nennen dabei insbesondere vulnerablen Gruppen als bisher kaum beachtetes Diskussionsfeld. Das Duo erkl\u00e4rt, dass Cybersicherheit nicht nur ein technisches, sondern auch ein medienethisches Problem ist, das durch mangelnde Bildung, sprachliche Barrieren und gesellschaftliche Diskurse verst\u00e4rkt wird. Die Folge: Digitale Naivit\u00e4t ist ein eigenst\u00e4ndiges Sicherheitsrisiko und erschwert die Entwicklung wirksamer Schutzstrategien. Die Autor:innen pl\u00e4dieren daher f\u00fcr gezielte Bildungsma\u00dfnahmen und eine st\u00e4rkere medienethische Reflexion in der Sicher- heitskommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres zentrales Problem im Themenfeld bearbeitet <strong>Anna Sophie Kuschezki<\/strong>. Sie liefert eine explorative Studie zu individuellen, redaktionellen und rechtlichen Ma\u00dfnahmen gegen digitale Gewalt an Journalistinnen. Auf Basis von Leitfadeninterviews mit betroffenen Journalistinnen zeigt der Beitrag explorativ, wie in Redaktionen mit gender-spezifischer digitaler Gewalt umgegangen wird, welche pers\u00f6nlichen Strategien die Betroffenen anwenden und ob rechtlich gegen T\u00e4ter:innen vorgegangen wird. Die zentralen Erkenntnisse: Journalistinnen begegnen digitaler Gewalt in erster Linie mit pers\u00f6nlichem Coping, nehmen<br>die Unterst\u00fctzung durch ihre Redaktionen aber insgesamt als zufriedenstellend wahr. Dennoch bleibt ein gro\u00dfes Problem: Rechtliche Ma\u00dfnahmen erweisen sich insbesondere f\u00fcr freie Journalistinnen als schwierig. Nicht nur deshalb sind Stresssicherheit und Empowerment zu Schlagw\u00f6rtern der Diskussion geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Marlis Prinzing<\/strong> nimmt diese und weitere Aspekte auf und blickt auf die Verantwortung f\u00fcr und im Journalismus: Wie meistern Journalist:innen Belastungen, informieren sich in Ausnahmesituationen, wie begegnen sie Betroffenen und st\u00e4rken deren Bew\u00e4ltigungskompetenz? Zur Beschreibung des Ist-Zustands und Defiziten liefern die qualitativen Interviews mit Journalist:innen und Psycholog:innen wertvolle Erkenntnisse: Es besteht individueller und organisatorischer Nachholbedarf an Basiswissen f\u00fcr schwierige Sicherheitslagen \u2013 etwa zu ethischen Abw\u00e4gungen, Warnketten und Stressbew\u00e4ltigung. Vielfach fehlen au\u00dferdem Strukturen und Konzepte, wie psychologische Kenntnisse in diesen Bereichen die Stress- und Kri-senkompetenz st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Abschluss des Schwerpunkts macht <strong>Birgit St\u00f6ber<\/strong> mit einem Beitrag unter dem Titel \u201eGr\u00f6nland im hybriden Mediensystem\u201c. Sie blickt auf die visuelle Inszenierung von Sicherheit, die unter den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen, deren Dynamik und Dramatik seit den 2025 versch\u00e4rft ge\u00e4u\u00dferten Interventionen aus den USA stark zugenommen hat. Im Beitrag liegt der Fokus auf der Analyse von Nachrichtenbildern und deren ikonographischer Bedeutung sowie dem medienethisch herausfordernden, komplexen Wechselspiel zwischen politischen Akteur:innen und einem hybriden Mediensystem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erg\u00e4nzend dazu freuen wir uns \u00fcber zwei spannende Beitr\u00e4ge in unseren festen Rubriken:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lars Rademacher<\/strong> beschreibt die wichtigsten Dimensionen des Grundbegriffs \u201ePublic Relations (PR)\u201c. Der Beitrag von <strong>Markus Beckedahl<\/strong> in der Rubrik \u201ezuRechtger\u00fcckt\u201c ist online kostenfrei abrufbar. Darin schreibt er \u00fcber \u201eJenseits der Plattformlogik. Wege zu demokratischen digitalen \u00d6ffentlichkeiten\u201c. Die Aufs\u00e4tze von <strong>Felix Krebber<\/strong> zu \u201eVerantwortung in Strategischer Geschichtskommunikation\u201c (peer-reviewed), <strong>Ingrid Stapf<\/strong> und <strong>Jana Hecktor<\/strong> zu \u201eDigital Wellbeing von Kindern\u201c und <strong>Michael J\u00e4ckel<\/strong> \u00fcber \u201eReligion, Vernunft und das Allumfassende\u201c sowie die traditionelle Literaturrundschau schlie\u00dfen die Ausgabe ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verf\u00fcgbar.<br><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2026-1\">https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2026-1<\/a><br>Selbstverst\u00e4ndlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-39697d9b wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-sitebg-color has-accent-1-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.5771\/0010-3497-2026-1\">Zur eLibrary<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum aktuellen Heft: Thema \u201eSicherheit &amp; Information\u201c Was bedeutet Sicherheit? 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