{"id":318,"date":"2014-07-04T14:55:53","date_gmt":"2014-07-04T12:55:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=318"},"modified":"2014-07-04T15:38:20","modified_gmt":"2014-07-04T13:38:20","slug":"neue-ausgabe-zum-thema-holt-mich-hier-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/neue-ausgabe-zum-thema-holt-mich-hier-raus\/","title":{"rendered":"Neue Ausgabe zum Thema \u201eBoulevard und Unterhaltung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Als vor 14 Jahren \u201eBig Brother\u201c auf Sendung ging, schien das vielen Kritikern der Untergang des Abendlandes. Tats\u00e4chlich erschien mit dem Reality-Format eine neue Art Unterhaltung auf den deutschen Bildschirmen, die in der Folge stetig weitergedreht und getoppt wurde. Deutsche Privatsender setzen mittlerweile ganz selbstverst\u00e4ndlich auf Reality-, Casting- und Kuppelshows. Typische Merkmale: Publikumsattraktiv und zugleich an der Grenze zum Geschmacklosen. Bei RTL sollen sich ab Herbst 2014 unter dem Titel \u201eAdam sucht Eva \u2013 gestrandet im Paradies\u201c Kandidaten nackt auf einer Insel treffen, Sat.1 will im kommenden Winter im Format \u201eMarried at first sight\u201c sogar wildfremde Menschen miteinander verheiraten.<\/p>\n<p><a style=\"color: #ea9629;text-decoration: underline\" href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-320 alignleft\" alt=\"Titelseite Heft 2\/2014\" src=\"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ComSoc-2_2014-Titelseite-197x300.jpg\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ComSoc-2_2014-Titelseite-197x300.jpg 197w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ComSoc-2_2014-Titelseite-674x1024.jpg 674w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ComSoc-2_2014-Titelseite.jpg 1815w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eIm Seichten kann man nicht untergehen\u201c sagte der damalige RTL-Chef Helmut Thoma schon vor Jahrzehnten \u2013 und sollte bis heute Recht behalten. So feierte RTL im Winter 2014 mit dem \u201eDschungelcamp\u201c einen riesigen Erfolg: Fast acht Millionen Menschen sahen im Durchschnitt zu. Vom Interesse am Seichten, an Boulevard und Unterhaltung leben auch Stra\u00dfenverkaufszeitungen. Trotz hoher Auflageeinbu\u00dfen in den vergangenen Jahren kamen sie 2012 noch immer auf eine t\u00e4gliche Gesamtauflage von \u00fcber 3,6 Millionen verkauften Exemplaren. Ob also in Print, TV oder online: Sex and Crime, Stars und Sternchen, Privates und Pers\u00f6nliches floriert \u2013 immer mehr Seichtes f\u00fcr ein Millionenpublikum.<\/p>\n<p><i>Communicatio Socialis <\/i>widmet sich in Heft 2\/2014 daher der medienethischen Debatte zu Boulevard und Unterhaltung. Ein Schwerpunkt liegt auf den Real-Live-Formaten. Zun\u00e4chst stellt Christian Schicha von der D\u00fcsseldorfer Hochschule f\u00fcr Design und Informatik \u00dcberlegungen zu moralisch fragw\u00fcrdigen Programmformaten wie \u201eDschungelcamp\u201c und \u201eBachelor\u201c an. Katrin D\u00f6veling und Jana Fischer von der Universit\u00e4t Dresden pr\u00e4sentieren im Anschluss empirische Untersuchungen zur Erfassung von Darstellung und Aneignung von Geschlechterrollen in Daily- und Doku-Soaps. Das Verh\u00e4ltnis von Privatheit und \u00d6ffentlichkeit r\u00fccken zwei weitere Beitr\u00e4ge in den Fokus. Rechtsanwalt Ernst Fricke erl\u00e4utert die medienrechtliche Perspektive auf die Darstellung von Privat- und Intimsph\u00e4re im Boulevardbereich. Friederike Herrmann von der Katholischen Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt-Ingolstadt stellt Thesen zu den Funktionen des Privaten in den Boulevardmedien auf und widmet sich insbesondere dem Gef\u00fchl der Scham. \u00dcber Verfehlungen der Boulevardmedien, die Rolle der \u201eBild\u201c-Zeitung und den Einfluss von Medienblogs hat sich Petra Hemmelmann mit Lutz Tillmanns, dem langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Presserats, unterhalten. Den Abschluss des Schwerpunktthemas bildet eine Innenansicht: Christian Pfaffinger, Redakteur bei der M\u00fcnchner \u201eAbendzeitung\u201c, reflektiert \u00fcber ethische Grenzf\u00e4lle im journalistischen Alltag.<\/p>\n<p>\u00dcber den Schwerpunkt hinaus besch\u00e4ftigt sich <em>Communicatio Socialis<\/em> in Heft 2\/2014 zudem mit \u201eMitgliedermagazinen mit Millionenauflage\u201c \u2013 kurz: Pfarrbriefen. Christian Klenk und Thomas Rinklake pr\u00e4sentieren die Ergebnisse einer in dieser Form bislang einmaligen bundesweiten Befragung von Pfarrbriefredaktionen. Christian Kolmer vom Forschungsinstitut \u201eMedia Tenor\u201c zeigt zudem in einer Langzeitanalyse, wie stark sich das\u00a0Bild der Kirche im Fernsehen in den vergangenen Jahren gewandelt hat, und Bischof Franz-Josef Bode erl\u00e4utert, \u201ewie die Kommunikation zwischen Kirche und Medien in Zeiten von Krisen gelingen kann\u201c. Abgerundet wird die aktuelle Ausgabe durch Stephan Weichert, der sich mit dem Einfluss von Social Media auf die politische Debattenkultur besch\u00e4ftigt, sowie Ines Maria Eckermann, die sich mit dem Gl\u00fccksbegriff in den Medien auseinandergesetzt hat.<\/p>\n<p>Das Heft ist ab sofort als <a title=\"E-Journal\" href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/view\/47\" target=\"_blank\">E-Journal<\/a> abrufbar und erscheint auch wie gewohnt in gedruckter Form.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als vor 14 Jahren \u201eBig Brother\u201c auf Sendung ging, schien das vielen Kritikern der Untergang des Abendlandes. Tats\u00e4chlich erschien mit dem Reality-Format eine neue Art Unterhaltung auf den deutschen Bildschirmen, die in der Folge stetig weitergedreht und getoppt wurde. 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