{"id":377,"date":"2015-07-06T19:16:59","date_gmt":"2015-07-06T17:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=377"},"modified":"2015-07-06T19:16:59","modified_gmt":"2015-07-06T17:16:59","slug":"neue-ausgabe-zur-glaubwuerdigkeit-des-journalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/neue-ausgabe-zur-glaubwuerdigkeit-des-journalismus\/","title":{"rendered":"Neue Ausgabe zur Glaubw\u00fcrdigkeit des Journalismus"},"content":{"rendered":"<p>Die Angriffe auf den Journalismus und die Journalist_innen sind sch\u00e4rfer geworden. Anti-Medien-Parolen erhalten Zuspruch. Konstruktive Medienkritik weicht zunehmend pauschalen Beleidigungen. Verschw\u00f6rungstheorien machen die Runde. Die Rede ist von Vorw\u00fcrfen und Anschuldigungen wie \u201eDesinformationskampagne\u201c, \u201eGef\u00e4lligkeitsberichterstattung\u201c, \u201egekaufte und korrupte Journalisten\u201c und schlie\u00dflich \u201eL\u00fcgenpresse\u201c \u2013 das Unwort des Jahres 2014.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"Cover der Ausgabe 2\/2015\" src=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/public\/journals\/1\/cover_issue_79_de_DE.jpg\" width=\"197\" height=\"300\" \/>Die letzte Erhebung der ARD\/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation verzeichnete 2010 gegen\u00fcber 2005 einen R\u00fcckgang der Glaubw\u00fcrdigkeit des Fernsehens von 66 auf 63 Prozent und der Tagespresse von 62 auf 60 Prozent, w\u00e4hrend die des Internets von 22 auf 29 Prozent stieg. Den Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust dokumentiert ebenfalls eine \u201eMicrosoft\u201c-Umfrage aus dem Jahr 2015, nach der 31 Prozent der deutschen Onliner meinen, dass PCs, Tablets oder Smartphones vor allem einen negativen Einfluss auf das Vertrauen in die Medien haben. In der Allensbacher-Berufsprestigeskala rangieren Journalisten seit Jahren stabil auf niedrigem Niveau zwischen 11 und 18 Prozent. Auch die Medien selbst besch\u00e4ftigen sich mit dem zunehmend mangelnden Vertrauen in sie selbst: \u201eAlles L\u00fcgen?\u201c, fragt die Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c am 25. Juni 2015 auf ihrer Titelseite.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeitskrise der traditionellen Medien sind vielf\u00e4ltig. Damit besch\u00e4ftigt sich der Schwerpunkt der <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/view\/79\">neuen Ausgabe von Communicatio Socialis<\/a> unter dem Titel \u201eGlaubw\u00fcrdigkeit &amp; Vertrauen \u2013 Journalismus zwischen Ressourcenkrise und entfesseltem Publikum\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/952\">Im ersten Beitrag unterscheidet der Philosoph Patrick Zoll zwei Typen von Verschw\u00f6rungstheorien mit unterschiedlichem Rationalit\u00e4tspotential.<\/a> Seine Analyse fokussiert auf einen neuen Realismus, mit dem eine normative Einrahmung der Medienkritik, als Kritik der Medienkritik, m\u00f6glich ist. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/953\">Die unterschiedlichen Dimensionen journalistischer Glaubw\u00fcrdigkeitszuschreibungen stellen Tanja Thomas, Elke Grittmann und Fabian Virchow anhand ausgew\u00e4hlter Ergebnisse einer Studie vor<\/a>, die sich mit der medialen Berichterstattung \u00fcber die NSU-Morde befasst.<\/p>\n<p>Akzeptanz und Vertrauen sind f\u00fcr die Mediengesellschaft von zentraler Bedeutung, denn Medien haben eine orientierende und anleitende Funktion. Darum wird zu Recht Qualit\u00e4t eingefordert. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/954\">Der Dresdner Kommunikationswissenschaftler Lutz Hagen gibt deshalb einen \u00dcberblick \u00fcber die Qualit\u00e4tsforschung.<\/a> Versch\u00e4rft hat sich die Auseinandersetzung aber auch durch ein Klientel, das den Diskurs in den digitalen Medien vergiftet. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/955\">Daher besch\u00e4ftigt sich der bei der \u201eS\u00e4chsischen Zeitung\u201c in Dresden t\u00e4tige Redakteur Ulrich Wolf in einem Essay mit den Machenschaften und dem medialen Bashing der Pegida.<\/a><\/p>\n<p>Abseits jeglicher fundierter Kritik agieren im Netz die Trolle. Sie tummeln sich in Kommentarspalten im Internet und in sozialen Netzwerken, um dort gezielt andere Internetnutzer zu provozieren, zu beleidigen und zu bedrohen. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/956\">Petra Hemmelmann zeigt in Ihrem Beitrag zum Abschluss des Schwerpunkts exemplarisch auf, dass viele angegriffene Medien und Journalist_innen nicht mehr schweigen, sondern sich mit Ironie gegen die Trolle wehren.<\/a><\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen das neue Heft <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/view\/79\">ab sofort online lesen<\/a> und auch einzelne Artikel abrufen. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Angriffe auf den Journalismus und die Journalist_innen sind sch\u00e4rfer geworden. Anti-Medien-Parolen erhalten Zuspruch. 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