{"id":396,"date":"2015-10-30T20:40:04","date_gmt":"2015-10-30T18:40:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=396"},"modified":"2015-11-02T09:28:41","modified_gmt":"2015-11-02T07:28:41","slug":"396","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/396\/","title":{"rendered":"Ethik der Werbung &#8211; Neue Ausgabe erschienen (Communicatio Socialis 3\/2015)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/view\/85\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/public\/journals\/1\/cover_issue_85_de_DE.jpg\" width=\"197\" height=\"300\" \/><\/a>\u201eDas w\u00e4re ein miserabler Werbespot, der den Zuschauer veranla\u00dft, nach der G\u00fcltigkeit der vorgetragenen Behauptungen zu fragen.\u201c Der von Neil Postman bereits 1985 formulierte Satz \u00fcber die manipulative Kraft der Werbesprache bekommt mit dem Skandal um gesch\u00f6nte Abgaswerte von VW-Dieselmotoren in den USA eine bizarre Aktualit\u00e4t. Mit dem Slogan \u201eIsn\u2019t it time for German engineering?\u201c hatte VW in den USA f\u00fcr seinen \u201eClean Diesel\u201c geworben und geriet in Erkl\u00e4rungsnot, als klar wurde, dass der Motor gar nicht so \u201eclean\u201c ist wie suggeriert.<\/p>\n<p>Die Frage nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit ist dabei nur eine Facette ethischer Diskurse zur Werbung. Im ersten Halb- jahr 2015 betraf die gro\u00dfe Mehrheit der beim Deutschen Werberat eigegangenen Vorw\u00fcrfe \u201eGeschlechterdiskriminierung\u201c (106 F\u00e4lle), gefolgt von \u201eEthik und Moral\u201c (21) und \u201eDiskriminierung von Personengruppen\u201c (17).<\/p>\n<p>Die ethischen Probleme rund um Werbung sind ebenso alt wie aktuell, ebenso offensichtlich wie tiefgr\u00fcndig, ebenso detailorientiert wie grunds\u00e4tzlich. Communicatio Socialis widmet diesem Themenkomplex deshalb den Schwerpunkt der neu erschienenen Ausgabe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1008\">Im ersten Beitrag illustriert Guido Zurstiege ethische Probleme der Werbung in Zeiten des medialen Wandels.<\/a> Er zeigt auf, dass es einen Mangel an ethischen Diskussionen \u00fcber Produzent_innen, Rezipient_innen und Mediensysteme gibt, w\u00e4hrend mediale Werbeinhalte ethische Diskussionen dominieren. Zugleich argumentiert Zurstiege, dass medienethische Fragen zur Werbung facettenreicher werden: beispielsweise durch Rollenkonflikte von Journalisten oder den prek\u00e4ren Umgang mit sensiblen Kundendaten. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1008\/1007\">Der Text kann kostenlos abgerufen werden.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1010\">Nina K\u00f6berer stellt das Ph\u00e4nomen der \u201eHaul-Videos\u201c auf Youtube ins Zentrum ihrer Betrachtung<\/a> und verweist auf verschiedene ethische Probleme, wenn Teenager Produkte vor der Kamera pr\u00e4sentieren, sich selbst inszenieren und scheinbar authentisch Marken bewerben.\u00a0<a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1011\">Mit religi\u00f6sen Motiven in der Werbung befassen sich Irene Raster und Alexander Godulla.<\/a> Ihr Beitrag fu\u00dft auf einer quantitativen Inhaltsanalyse von Werbeanzeigen in \u201eDer Spiegel\u201c aus den Jahren 2009 bis 2013. Die Autor_innen illustrieren substanzielle wie funktionale religi\u00f6se Werbemotive, deren Verteilung auf Branchen und zeigen eine signifikante Abnahme religi\u00f6ser Werbemotive.<\/p>\n<p>Den Abschluss des Schwerpunktes bilden <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1012\">Felix Krebber und Markus Wiesenberg, die sich in ihrem Beitrag dem von der katholischen Kirche 2010 angesto\u00dfenen Dialogprozess widmen<\/a> und in diesem Zusammenhang die strategische Organisations- kommunikation durch die Amtskirche kritisch beleuchten. Die Autoren argumentieren, dass Binnenkommunikation und die Akzeptanz einer Organisation funktionieren, wenn Vorschl\u00e4ge von Betroffenen und Bezugsgruppen in die Ausgestaltung von Organisationshandeln implementiert werden. In der Kirche aber stellen sie unterschiedliche Interessen und teilweise widerspr\u00fcchliches (Kommunikations-)Handeln fest.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Heft beginnt Communicatio Socialis au\u00dferdem die neue Serie \u201eGrundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik\u201c. Ziel ist es, f\u00fcr die Aus\u2010 und Weiterbildung von \ufffc\ufffcStudierenden, Kommunikations-und Medienparktiker_innen, aber auch f\u00fcr die gesellschaftliche Diskussion, eine grundbegriffliche Orientierung anzubieten. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1013\">Den Auftakt der definitorisch und diskursiv angelegten Reihe macht Alexander Filipovi\u0107 mit den Termini \u201eMoral und Ethik\u201c.<\/a><\/p>\n<p>Das neue Heft ist <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/view\/85\">ab sofort online abrufbar<\/a>. Die Artikel k\u00f6nnen auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas w\u00e4re ein miserabler Werbespot, der den Zuschauer veranla\u00dft, nach der G\u00fcltigkeit der vorgetragenen Behauptungen zu fragen.\u201c Der von Neil Postman bereits 1985 formulierte Satz \u00fcber die manipulative Kraft der Werbesprache bekommt mit dem Skandal um gesch\u00f6nte Abgaswerte von VW-Dieselmotoren in den USA eine bizarre Aktualit\u00e4t. 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