{"id":495,"date":"2016-12-27T20:51:21","date_gmt":"2016-12-27T18:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/?p=495"},"modified":"2016-12-27T20:51:21","modified_gmt":"2016-12-27T18:51:21","slug":"neue-ausgabe-0416-von-communicatio-socialis-zum-thema-freiheit-der-kommunikation-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/neue-ausgabe-0416-von-communicatio-socialis-zum-thema-freiheit-der-kommunikation-erschienen\/","title":{"rendered":"Neue Ausgabe (04\/16) von Communicatio Socialis zum Thema Freiheit der Kommunikation erschienen"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><a href=\"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/ComSoc-4_2016-Umschlag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-496\" src=\"http:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/ComSoc-4_2016-Umschlag-194x300.jpg\" alt=\"comsoc-4_2016-umschlag\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/ComSoc-4_2016-Umschlag-194x300.jpg 194w, https:\/\/www.communicatio-socialis.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/ComSoc-4_2016-Umschlag.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a>Ich verachte Ihre Meinung, aber ich g\u00e4be mein Leben daf\u00fcr, dass Sie sie sagen d\u00fcrfen\u201c, ist ein dem franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rer Voltaire zugeschriebener Satz. Die in \u00a719 der Allge- meinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte von 1948 festgeschriebene Freiheit der Meinung, der Meinungs\u00e4u\u00dferung und der Presse als grundlegendes Menschenrecht h\u00e4tte Voltaire sicher bejubelt. Ein freier und unabh\u00e4ngiger Journalismus ist jedoch in vielen L\u00e4ndern der Welt auch heute nicht Realit\u00e4t. Die aktuelle Publikation der Unesco zu den globalen Trends in der Medienentwicklung \u201eWorld Trends in Freedom of Expression and Media Development\u201c (vgl. Unesco 2014) weist auf widerspr\u00fcchliche Entwicklungen in der internationalen Medienlandschaft hin. Autokratische Tendenzen schr\u00e4nken in vielen L\u00e4ndern die Freiheit der Medien ein. Dort steht Zensur, aber auch Selbstzensur \u2013 als vorauseilender Gehorsam \u2013 auf der Tagesordnung. Journalist_innen werden verfolgt, sitzen im Gef\u00e4ngnis oder werden ermordet. Aber nicht nur in L\u00e4ndern, in denen die kom- munikationsrechtlichen Rahmenbedingungen offensichtlich mit F\u00fc\u00dfen getreten werden, werden die Medien bei ihrer Informationsarbeit behindert. Auch in freien Gesellschaften ist die Medienfreiheit bedr\u00e4ngt: durch Medienkonzentration, das Vordringen von Public Relations in den Journalismus oder durch neue Technologien, die die Massen\u00fcberwachung, wie z.B. in Deutschland mit der Wiedereinf\u00fchrung der Vorratsdatenspeicherung, m\u00f6glich machen. Und: Welche Positionen, Diskurse und Meinungen sich in der maschinell gesteuerten IT-\u00d6ffentlichkeit durchsetzen, entscheiden zunehmend intransparente Algorithmen und Roboterprogramme (Social Media Bots).<\/p>\n<p>Medienfreiheit kann nicht verordnet werden, sondern ist ein Grundrecht, dessen Wert jedem Einzelnen bewusst sein muss und das sich alle Glieder der Gesellschaft aktiv aneignen m\u00fcssen, um sowohl politisch wie sozial verantwortungsvoll handeln zu k\u00f6nnen. In der aktuellen Ausgabe hat Communicatio Socialis die Freiheit der Kommunikation zum Schwerpunkt gemacht. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1345\" target=\"_blank\">Eingangs stellt Horst P\u00f6ttker zw\u00f6lf Thesen zur Kommu-nikationsfreiheit im digitalen Zeitalter auf<\/a>. Einerseits tragen neue Kommu-nikationstechnologien dazu bei, die Vielfalt in der Medienlandschaft zu erh\u00f6hen und mehr Menschen Zugang zu Medien zu verschaffen; andererseits bergen sie das Potenzial, dass u. a. in sozialen Netzwerken rechtliche und berufsethische Schranken der Pressefreiheit unterlaufen werden. Erforderlich ist daher ein intensiver \u00f6ffentlicher Diskurs ebenso wie durch Medienp\u00e4dagogik gest\u00fctzte kulturelle Lernprozesse.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1346\" target=\"_blank\">In diesem Kontext steht auch der Beitrag von Peter Kirchschl\u00e4ger, der das Spannungsfeld zwischen der Informations- und Meinungsfreiheit einerseits und dem Schutz der Privat- sph\u00e4re andererseits durch rassistische und ausl\u00e4nderfeindliche \u00c4u\u00dferungen oder Hassrede zunehmend strapaziert sieht<\/a>. In seinem L\u00f6sungsansatz gilt es, die Menschenrechte als einen unteilbaren sozialethischen Referenzrahmen zu begreifen. Wer Informationen verbreitet, muss sich fragen, wie gewissenhaft das geschieht, denn Pressefreiheit ist nicht nur ein Recht sondern auch eine Pflicht. Dazu geh\u00f6rt es, Themen nicht zu vernachl\u00e4ssigen. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1347\" target=\"_blank\">Dass es aber Mechanismen gibt, die dazu f\u00fchren, dass bestimmte gesellschaftlich relevante Nachrichten ausgeblendet werden, steht bei Hektor Haark\u00f6tter im Fokus<\/a>. Er befasst sich u. a. mit Agenda Cutting, journalistischem Main- streaming und fehlender Diversity in Medienberufen.<\/p>\n<p>Mit einem B\u00fcndel an Aktivit\u00e4ten reagiert die Nichtregierungsorganisation \u201eReporter ohne Grenzen\u201c auf Bedrohungen f\u00fcr die Pressefreiheit. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1348\" target=\"_blank\">Auf die unterschiedlichen Problemlagen in autorit\u00e4ren Staaten und Transformationsl\u00e4ndern geht Christian Mihr ebenso ein wie auf jene in etablierten Demokratien<\/a>. Komplettiert wird dieser \u00dcberblick durch Erfahrungsberichte von sechs Journalistinnen bzw. Mitarbeiterinnen verschiede<br \/>\nner Medienprojekte. Sie bieten Einblicke in die Arbeitssituation von Journalist_innen in <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1349\" target=\"_blank\">Mali<\/a>, <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1350\" target=\"_blank\">Mexiko<\/a>, <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1351\" target=\"_blank\">Myanmar<\/a>, <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1352\" target=\"_blank\">Polen<\/a>, der <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1353\" target=\"_blank\">T\u00fcrkei<\/a> und der <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1354\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>. Dabei sind viele R\u00fcckschl\u00e4ge aber auch Fortschritte zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Einer der Beitr\u00e4ge in der Rubrik Kommunikation in Kirche und Gesellschaft widmet sich ebenfalls dem Schwerpunktthema. <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/article\/view\/1357\" target=\"_blank\">Darin fragt Christoph B\u00f6ttigheimer u.a. was die Freiheit des Wortes im Kontext von Kirche und Religion impliziert<\/a>.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen das neue Heft <a href=\"http:\/\/ejournal.communicatio-socialis.de\/index.php\/cc\/issue\/current\/showToc\" target=\"_blank\">ab sofort online lesen<\/a> und auch einzelne Artikel online erwerben. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verachte Ihre Meinung, aber ich g\u00e4be mein Leben daf\u00fcr, dass Sie sie sagen d\u00fcrfen\u201c, ist ein dem franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rer Voltaire zugeschriebener Satz. 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