Call for Papers
Heft 4/2026: Unterhaltung mit Haltung?
Einreichfrist für Themenidee: 02. Mai 2026
Öffentliche und intellektuelle Debatten um die Qualität unterhaltender Medieninhalte sind so alt wie Medien selbst. Im Fokus ethischer Diskurse stehen häufig unterhaltende TV-Formate. Dabei umfasst Unterhaltung in Medien viel mehr als Sendungen im linearen Fernsehen. Sie ist facettenreich, richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen und ist dem stetigen Medienwandel unterworfen. So kommt es, dass medientechnologische Entwicklungen, die Einführung des dualen Rundfunksystems, die Etablierung des Internets, voranschreitende Digitalisierung und die sich daraus veränderten Rezeptionsweisen ethische Debatten immer neu befeuern.
Dieses Heft widmet sich den Diskursen, die vom linearen Fernsehen und (nicht-linearen) Streamingangeboten angestoßen wurden. Wir freuen uns auf Beiträge, die der gesellschaftstransformativen Kraft des Mediums Fernsehen nachgehen, die TV-Formate als Spiegel- und Aushandlungsräume gesellschaftlicher Wertevorstellungen begreifen, die die (medien- und kultur-)journalistische Berichterstattung von und über (medien-)ethische Grenzüberschreitungen untersuchen oder sich mit der Herausbildung neuer Rezeptionsmodi und Formate, zum Beispiel sogenannter reaction videos, und ihren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung beschäftigen.
Redaktionsschluss für das Heft ist der 15.09.2026
Heft 1/2027 Medienkompetenz für Demokratiebildung
Einreichfrist für Themenideen: 27. Juni 2026
Die digitale Transformation verändert die Bedingungen demokratischer Öffentlichkeiten, politischer Meinungsbildung und gesellschaftlicher Teilhabe grundlegend. Plattformen und datengetriebene Infrastrukturen beeinflussen, welche Informationen sichtbar werden, wie Diskurse verlaufen und wer wie daran partizipieren kann. Damit steht die Demokratiebildung unter neuen Vorzeichen – und mit ihr die Frage nach den Voraussetzungen gelingender Teilhabe. Medienkompetenz rückt in diesem Zusammenhang in den Fokus. Einerseits eröffnen digitale Medien neue Möglichkeiten für Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement. Andererseits stellen Desinformation, algorithmisch verstärkte Polarisierung, digitale Gewalt und die Ökonomisierung von Aufmerksamkeit demokratische Öffentlichkeiten vor erhebliche Herausforderungen. Diese Entwicklungen verweisen auf zentrale medienethische Fragen nach Verantwortung, Macht, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit sowie den Bedingungen freier und gleichberechtigter Meinungsbildung. Zugleich stellt sich die Frage, ob und inwiefern der Begriff der Medienkompetenz ausreicht, um diese normativen und strukturellen Herausforderungen angemessen zu erfassen. Für Heft 1/2027 suchen wir Beiträge, die Medienkompetenz im Kontext von Demokratiebildung untersuchen und kritisch reflektieren. Willkommen sind theoretische, empirische und praxisorientierte Arbeiten, die normative Grundlagen klären, digitale Diskurse analysieren oder medienpolitische Perspektiven zur Stärkung demokratischer Öffentlichkeiten entwickeln.
Redaktionsschluss für das Heft ist der 23.12.2026
Hinweise zur Einreichung von Beitragsideen
Beitragsideen zu unseren kommenden Ausgaben können zunächst als knappe Skizze per Mail an die Redaktion eingereicht werden. Bei Interesse bieten wir eine externe Begutachtung (Peer Review by Request-Verfahren) von eingereichten Artikeln an. Nähere Informationen zu unserem Peer Review by Request-Verfahren finden Sie hier.
Ihre Beitragsidee sollte dabei bitte folgende Punkte enthalten:

- Beitragsidee und thematischer Bezug
Skizzieren Sie Ihre zentrale Fragestellung bzw. Argumentationsidee und stellen Sie den Bezug zum ausgeschriebenen Themenschwerpunkt her. - Arbeitstitel
Formulieren Sie einen prägnanten Titel, der das Thema Ihres geplanten Beitrags umreißt. - Medienethische Einordnung
Machen Sie den medienethischen Bezug Ihres Beitrags deutlich und verorten Sie Ihr Thema im entsprechenden Diskurs. - Methodisches Vorgehen
Erläutern Sie knapp, mit welchem methodischen Zugang Sie Ihr Thema bearbeiten möchten (z. B. theoretisch, empirisch, diskursanalytisch). - Theoretische Bezüge/Literatur
Benennen Sie zentrale theoretische Perspektiven sowie einschlägige Literatur, auf die Sie sich beziehen. - Umfang der Skizze
Die Einreichung sollte einen Umfang von ca. einer Seite haben (als grober Orientierungsrahmen).
Wir werden Ihre Beitragsidee im Rahmen unserer Redaktionssitzungen diskutieren und melden uns dann sehr gerne bei Ihnen.
Wir freuen uns auf Ihre Einreichung!