Call for Papers
Heft 2/2027: Menschsein in den Medien
Einreichfrist für Themenideen: 15. November 2026
Was macht den Menschen zum Menschen? Diese Frage gewinnt in Anbetracht der rasanten Entwicklungen im KI-Bereich neue Aktualität. Antworten auf diese Frage berücksichtigen die Unvollkommenheit, Begrenztheit, Verletzlichkeit und Fehlbarkeit des Menschen. Sie lassen Raum für das menschliche Bewusstsein der eigenen Endlichkeit. Diese Perspektiven auf das Menschsein sind aber nicht selbstverständlich, sondern Gegenstand kultureller, gesellschaftlicher und medialer Aushandlungsprozesse.
Das Themenheft „Menschsein in Medien“ fragt danach, welche Vorstellungen vom Menschen Medien entwerfen, sichtbar machen, herausfordern und verändern. Im Mittelpunkt steht das menschliche Leben in seiner ganzen Bandbreite: von Geburt, Kindheit und Jugend über Liebe, Beziehungen und Arbeit bis hin zu Alter, Krankheit, Leid, Sterben und Tod. Wie werden menschliche Erfahrungen medial erzählt? Welche Vorstellungen von Normalität, Würde, Autonomie oder gelingendem Leben werden dabei transportiert?
Von besonderem Interesse sind medienethische Rahmenbedingungen und Perspektiven: Welche Verantwortung geht mit medialen Repräsentationen menschlichen Lebens einher? Wo entstehen Zuschreibungen, Ausschlüsse oder normative Erwartungen? Und wie verändern aktuelle medientechnologische Entwicklungen unseren Blick darauf, was wir als spezifisch menschlich verstehen?
Redaktionsschluss für das Heft ist der 20. März 2027.
Heft 3/2027: Medien und die Grenzen der Wirklichkeit
Einreichfrist für Themenideen: 1. Dezember 2026
Wir erleben Wirklichkeit selten unvermittelt. Medien wählen aus, ordnen, rahmen, erzählen und visualisieren – und wirken so daran mit, wie Menschen die Welt und ihre Umwelt wahrnehmen, interpretieren und miteinander aushandeln.
Die Frage nach der Konstruktion von Wirklichkeit durch Medien gehört zu den klassischen Themen der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Unter den Bedingungen digitaler Plattformen, algorithmischer Selektion, generativer KI und synthetischer Medien erhält sie jedoch neue Aktualität. Wo verlaufen die Grenzen zwischen Konstruktion, Interpretation und Manipulation? Was bedeutet Authentizität, wenn Bilder, Stimmen und Texte technisch erzeugt werden können? Und wie lässt sich gesellschaftlich geteiltes Wissen unter Bedingungen von Desinformation, Postfaktizität und konkurrierenden Wirklichkeitsbehauptungen sichern?
Das Themenheft möchte klassische und aktuelle theoretische Zugänge zu Konstruktivismus, Medien und Wirklichkeit zusammenführen und mit medienethischen Perspektiven verbinden.
Gesucht werden Beiträge, die konstruktivistische Ansätze theoretisch weiterdenken, Prozesse medialer Wirklichkeitskonstruktion empirisch untersuchen und/oder Phänomene wie Postfaktizität, Desinformation, Deepfakes und generative KI analysieren. Von besonderem Interesse sind Fragen nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit, Vertrauen, Evidenz, journalistischer Verantwortung, epistemischer Gerechtigkeit sowie danach, welche Verantwortung Medien und Plattformen für gesellschaftliche Wirklichkeitskonstruktionen tragen.
Redaktionsschluss für das Heft ist der 11. Juni 2027.
Hinweise zur Einreichung von Beitragsideen
Beitragsideen zu unseren kommenden Ausgaben können zunächst als knappe Skizze per Mail an die Redaktion eingereicht werden. Bei Interesse bieten wir eine externe Begutachtung (Peer Review by Request-Verfahren) von eingereichten Artikeln an. Nähere Informationen zu unserem Peer Review by Request-Verfahren finden Sie hier.
Ihre Beitragsidee sollte dabei bitte folgende Punkte enthalten:

- Beitragsidee und thematischer Bezug
Skizzieren Sie Ihre zentrale Fragestellung bzw. Argumentationsidee und stellen Sie den Bezug zum ausgeschriebenen Themenschwerpunkt her. - Arbeitstitel
Formulieren Sie einen prägnanten Titel, der das Thema Ihres geplanten Beitrags umreißt. - Medienethische Einordnung
Machen Sie den medienethischen Bezug Ihres Beitrags deutlich und verorten Sie Ihr Thema im entsprechenden Diskurs. - Methodisches Vorgehen
Erläutern Sie knapp, mit welchem methodischen Zugang Sie Ihr Thema bearbeiten möchten (z. B. theoretisch, empirisch, diskursanalytisch). - Theoretische Bezüge/Literatur
Benennen Sie zentrale theoretische Perspektiven sowie einschlägige Literatur, auf die Sie sich beziehen. - Umfang der Skizze
Die Einreichung sollte einen Umfang von ca. einer Seite haben (als grober Orientierungsrahmen).
Wir werden Ihre Beitragsidee im Rahmen unserer Redaktionssitzungen diskutieren und melden uns dann sehr gerne bei Ihnen.
Wir freuen uns auf Ihre Einreichung!