Katholische Presse im Ersten Weltkrieg

Katholische Presse im Ersten Weltkrieg

In diesem Sommer jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. „Die seinerzeit existierenden rund 4000 Zeitungen in Deutschland kämpften diesen Krieg, durch den sie einerseits an Bedeutung gewannen, unter dem sie andererseits aber auch wirtschaftlich zu leiden hatten, engagiert mit“, stellt der Journalist Albert Steuer in einem 2005 in Communicatio Socialis veröffentlichten Artikel fest und fügt hinzu: „Die konfessionell orientierte politische und kirchliche Presse schwamm überwiegend und vielfach bis zum bitteren Ende im Strom mit.“
Unter dem Titel „Karfreitagsstimmung nach dem August-Erlebnis 1915“ untersucht der Text die Haltung von katholischer Presse und kirchlicher Publizistik im Ersten Weltkrieg. Dabei nimmt er in erster Linie das zweite Kriegsjahr 1915 in den Blick, in dem nach der anfänglichen Kriegs-Euphorie die blutigen Grabenkämpfe des Stellungskrieges dazu führten, dass „zunehmend doch gedämpfte Töne (…) zu lesen“ waren – „und immer häufiger auch Durchhalteparolen“.
Ein besonderes Augenmerk legt der Autor auf die ebenfalls 1915 aufkeimende öffentliche Debatte um die Kriegsziele – also die auch in den Medien diskutierte Frage, ob das Kaiserreich den Vorkriegs-Status-quo sichern oder hegemoniale Ambitionen verfolgen sollte. An Vorgängen um den belgischen Kardinal-Primas Mercier und einer auf beiden Seiten überaus polemisch geführten Fehde zwischen französischen und deutschen Intellektuellen zeigt Albert Steuer auch, wie wenig im Ersten Weltkrieg gemeinsame religiöse Bande zur Verständigung unter den Völkern beitragen konnten.
Sie können den Text frei und in voller Länge im Archiv des E-Journals von Communicatio Socialis nachlesen. Hier werden laufend ältere Hefte digital zugänglich gemacht. Das Archiv reicht aktuell bis zur Ausgabe Bd. 38, Nr. 4 (2005) zurück und wächst weiter.

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