Alle Beiträge von Susanna Endres

Neue Ausgabe 3/2017 von Communicatio Socialis zum Thema Medien und Emotionen erschienen


Zum aktuellen Heft: Thema Medien und Emotionen
Was fällt uns als erstes ein, wenn wir uns an die letzte Tagesschau, an die letzten Radio-Nachrichten zur vollen Stunden, an die Zeitung von gestern, erinnern sollen? Dass es nicht die eigentlichen Inhalte der Berichterstattung sind, die auf längere Sicht im Gedächtnis verbleiben, sondern vielmehr die emotionalen Eindrücke, das wurde bereits in den 1970er-Jahren wissenschaftlich belegt. Eine gefühlsbetonte Berichterstattung kommt entsprechend beim Publikum an.  Sie beeinflussen, wie wir Informationen aufnehmen und was wir mit ihnen machen und nicht zuletzt auch, was Informationen mit uns machen und sind damit aus medienethischer Perspektive ein relevanter Gegenstand.  Und das gerade in emotional aufgeregten Zeiten von „Wutbürgern“, „Shitstorms“ und „Hatespeech“. Communicatio Socialis widmet sich daher im aktuellen Schwerpunkt „Emotionen und Medien“ diesem facettenreichen Thema.

Die Beiträge im Heft
Medien und Emotionen: Wie hängen diese beiden Phänomene eigentlich aus medienpsychologischer Sicht zusammen? Bevor im neuen Heft auf das eigentliche Schwerpunktthema eingegangen wird, gibt Frank Schwab einen Überblick über die Grundlagen des Themas und verweist hierbei auch auf aktuelle Ansätze, die den neuen Interaktionsformen im digitalen Raum gerecht zu werden versuchen.
Die beiden Folgebeiträge zeigen auf, welche Bedeutung die Digitalität für das Thema hat: In ihnen beschäftigen sich Kai Hafez und Marlis Prinzing, mit den Themenkomplexen „Hass im Netz“ und „Cybermobbing“. Dass auch Kriminalitätsfurcht eine Folge der Medienrezeption sein kann, wird dagegen in Melanie Verhovniks Beitrag deutlich. Doch Emotionalität in den Medien bietet auch positive Impulse: So zeigt Manuel Menke etwa auf wie sich im Netz Erinnerungsgemeinschaften online vernetzen und so einen emotionalen Zugang zu einer gemeinsamen Vergangenheit teilen. Auch in dem Bildungs-Projekt „#uploading_holocaust“, das Hannah Kappes im Gespräch mit Susanne Wegner vorstellt, wird versucht, durch einen emotionalen Zugang Vergangenheit zu vermitteln. Wie Emotionen evoziert werden können und welche Bedeutung sie für die Medien haben, verdeutlicht Otto Kettmann in seinem Beitrag, wobei er auch die Gefahr eines tiefgehenden Vertrauensverlustes durch das Schüren negativer Emotionen in gesellschaftsrelevante Institutionen aufzeigt.

Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verfügbar.
Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.

Neue Ausgabe 2/2017 von Communicatio Socialis zum Thema Jugend und Politik erschienen

Zum aktuellen Heft: Thema Jugend und Politik
Die heutige Jugend – eine Jugend ohne Politik? Zumindest der Blick auf die vergangenen Wahlbeteiligungen könnte einen solchen Eindruck vermitteln: Seit 1953 ist die Wahlbeteiligung bei der älteren Bevölkerung wesentlich höher, als die der jüngeren.
Dass das Thema komplexer ist, zeigt der Blick auf die aktuelle Shell-Jugendstudie, die eine Trendwende verzeichnet. So bezeichneten sich 2015 immerhin 11 % mehr als politisch interessiert als noch 2002. Worin liegt dieser scheinbare Widerspruch begründet? Eine mögliche Antwort gibt die Jugendstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2015, die vor allem einen Vorbehalt der Jugendlichen gegenüber traditionellen Akteuren der Politik verzeichnet.
Brexit, Donald Trump und das Widererstarken des Rechtspopulismus: Die Herausforderungen der Demokratie könnten ein Weckruf für die junge Generation sein, sich auch in die institutionelle Politik einzubringen. Damit würde die Jugend nicht nur sich selbst dienen, sondern der gesamten Gesellschaft – denn die Jugend von heute ist der Träger der Demokratie von morgen.
Gerade mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst 2017 haben wir uns daher entschieden, in der aktuellen Ausgabe das Thema junge Menschen und politische Beteiligung zu unserem Schwerpunkt zu machen.

Die Beiträge im Heft

Zum Auftakt lotet Thilo Hagendorff die medialen Potentiale von Partizipation aus. Im Fokus steht dabei, welche Rolle klassische und insbesondere neue Medien für die politische Sozialisation junger Menschen spielen. Die politische Information durch Medien steht in den darauffolgenden Beiträgen im Mittelpunkt. Katrin Geier und Klaus Meier untersuchten mit einer quantitativen Online- Befragung, wie junge Erwachsene politische Video-Nachrichtenformate wahrnehmen. Christa Gebel befasst sich mit der Nutzung von Online-Medien für politische Information und Beteiligung durch politisch interessierte Jugendliche.
Wie digitale Jugendbeteiligung konkret funktionieren kann, zeigt Daniel Poli von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) an zwei E-Partizipationsprojekten auf.
Eine weitere Perspektive aus der Praxis liefert der Politikberater Erik Flügge im Interview. Er berät Städte und Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von Jugendpartizipationsprojekten. Zur Abrundung des Themenschwerpunktes kommen zwei junge Menschen zu Wort: Johanna Uekermann und Paul Ziemiak sind die Bundesvorsitzenden der Jugendorganisationen der SPD und der CDU/CSU. In ihren Beiträgen erzählen sie, warum sie tun, was sie tun und wie sie auch andere junge Menschen zur politischen Partizipation motivieren möchten.

Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verfügbar.
Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.

Neue Ausgabe (01/17) von Communicatio Socialis zum Thema Gemeinwohl und Kommunikation erschienen

Zum aktuellen Heft: Thema Gemeinwohl
Mit dem Begriff Gemeinwohl greifen wir in diesem Heft ein ethisch zentrales Thema auf. Allerdings ist die Sache recht schwer fassbar. Aber wir glauben ein spannendes Heft mit lesenswerten Beiträgen zusammengestellt zu haben. Es vereint – auf der grundsätzlichen Ebene – einen Überblick zum Thema und Begriff Gemeinwohl mit einem Beitrag zur speziellen Verdichtung als Public Value im Kontext aktueller Debatten. Hinzu stoßen Erörterungen des Gemeinwohls aus bestimmten Blickwinkeln, in diesem Fall dem des Journalismus und seiner Finanzierung und der Medienunternehmen und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Abgerundet wird der Schwerpunkt mit programmatischen Aussagen von Programmverantwortlichen öffentlich-rechtlicher und privat-kommerzieller Sender sowie Aufsichtsgremien. Auf diese Weise trägt Communicatio Socialis zur Bestimmung von Gemeinwohl bei.

Ab sofort sind das Heft sowie die einzelnen Artikel online verfügbar.
Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.

In eigener Sache: Wandel und Konstanz
Vor nicht allzu langer Zeit, im Jahr 2013, hat Communicatio Socialis einen umfassenderen Wandel in Form eines Relaunchs vollzogen. Damals haben wir die im Grunde schon bestehende Fokussierung auf medienethische Themen festgeschrieben, ab dato deutlich sichtbar im Untertitel: Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Daran hat sich jetzt, beim nächsten größeren Wandel, nichts geändert:
Die wesentlichen inhaltlichen, formalen und strukturellen Merkmale, die die Zeitschrift ausmacht, bleiben erhalten.

Der aktuelle Wandel zeigt sich am auffälligsten in den organisatorischen Strukturen: Seit dem 1. Januar 2017 verantwortet Nomos die verlagsseitig notwendigen Abläufe, die
Publikationen brauchen. Zugleich wird Communicatio Socialis Unterstützung durch das Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (zem::dg) bekommen, das im November 2016 in München offiziell seine Arbeit begonnen hat. Weiteres dazu lesen Sie im Editorial unserer neuen Ausgabe.